Archiv nach Monaten: Juli 2008

Eigentlich ist auf einem Mac kein Virenschutz notwendig, denn es gibt keine Viren. So hört man es immer wieder in der Mac-Community. Das mag richtig sein, es existiert keine wirkliche Bedrohung. Zumindest noch nicht. Umso mehr jedoch interessiert mich das Thema, wie ich dieser kommenden Bedrohung entgegenschauen kann. Und bin ich gerade dabei, mir auf dem Mac vorhandene Antiviren-Programme anzuschauen. Ganz ehrlich, im Moment bin ich eher ernüchtert.

Norton Antivirus for Mac 11Sich Symantec’s Norton Antivirus for Mac zuerst anzuschauen, liegt nahe. Das ist immerhin eines der bekanntesten Antiviren-Programme auch unter Windows. Und es ist offensichtlich sehr unbeliebt und verschrieen als Ressourcen-Fresser. Die Mac-Version 11.0 ist relativ neu und verspricht Besserung, was das eben genannte angeht. Außerdem verträgt sie sich gut mit Leopard. Man liest aber bereits jetzt von Inkompatibilitäten mit TimeMachine und berüchtigten Kernel-Panics. Kein Wunder, denn Norton installiert eine Kernel-Extension im System-Ordner, und das ist normalerweise ein großes „No-No“ unter Programmierern. Zudem ist es angeblich sehr schwierig wieder vom Rechner zu entfernen. Wer allerdings bei Symantec längere Zeit sucht, wird auch mit einem Removal-Skript fündig, das anständig arbeitet.

Intego VirusBarrier X5Kandidat Nummer 2 wäre für mich das wirklich gut gemachte und nett anzuschauende VirusBarrier X5 von Intego. Das ist wirklicher Mac-Style, elegant und nach kurzer Eingewöhnungszeit schnell bedienbar. Irgendwie hab’ ich es während meiner Demo-Periode nicht hinbekommen, meine Definitionen zu aktualisieren. Dazu muss die Systemeinstellung NetUpdate installiert und aufgerufen werden. Ansonsten wirkt das Programm sehr solide und intergriert sich nahtlos. Es findet allerdings vor allem Mac-Viren (sofern vorhanden) und hat nicht Symantec’s riesige PC-Viren-Datenbank im Zugriff. Außerdem liest man auch hier von Problemen mit TimeMachine, die aber schnell aus der Welt sind, indem das Backup-Volume auf VirusBarrier’s Ausnahmeliste gesetzt wird.

Als weitere Kandidaten kommen noch in Frage: McAfee’s VirusScan (früher Virex), das der Firma offensichtlich nicht mehr besonders wichtig ist und vor allem Firmen angeboten wird, und zudem mit heftigen Performance-Bugs zu kämpfen hat. Etwas antiquiert wirkt auch die Software Sophos Antivirus, die sich ebenfalls eher im Business-Bereich ansiedelt und sich für Privatnutzer dadurch quasi disqualifiziert. Allerdings gibt es auch Konkurrenz aus dem Freeware-Lager: ClamXav (das auf die ClamAV-Engine aufsetzt) und iAntivirus (Beta-Version) von PC-Tools.

Ich werde sicherlich zu einem späteren Zeitpunkt noch mehr darüber berichten.

Indy is back!Ich hab mir diesmal etwas Zeit gelassen, aber letzenendes musste ich mir den Film natürlich anschauen: Indiana Jones und das Königreich des Kristallschädels. Alt ist er geworden, der Harrison Ford. Mittlerweile stolze 65, aber immer noch putzmunter rauft, schwingt und rennt er durch die Handlung, die in meinen Augen in nichts hinter den „klassischen“ Indiana Jones-Filmen von vor 20 Jahren nachsteht. Im Gegenteil: Eine Steigerung ist immer noch drin (ich denke dabei an das furiose Finale).

Ich persönlich hatte einen Heidenspass an diesem Film. Ich kann die schlechten Kritiken eigentlich nicht verstehen. Man muss natürlich bedenken, dass viel Zeit vergangen ist, und — ganz ähnlich wie bei Star Wars — der neue Film mit den alten schwer zu vergleichen ist. Außerdem sollte man keine allzu realitätsnahen Maßstäbe anlegen. Es ist halt ein Action-Kracher mit einer sympathischen, lieb gewonnenen Hauptfigur. Und nichts anderes habe ich erwartet.

Meinen Original Indy-Hut, der bei mir an der Garderobe hängt, habe ich bei der Gelegenheit gleich wieder mal entstaubt und anprobiert: Er passt immer noch!